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Ersteindruck: Pushing Daisies

Pushing Daisies erinnerte mich des öfteren an den französischen Film „Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain“. Surreale Farben und Strukturen (Häuser) dominieren in der in Deutschland brandneuen US-Serie. Der schwarze Humor tut dabei sein übriges. Wie die Mutter des Protagonisten Ned (Lee Pace) zum ersten Mal stirbt erinnerte mich wiederum stark an das mögliche französische Vorbild. Zum ersten Mal sterben? Moment, wie geht denn das. Ned hat eine besondere Gabe. Er kann per einfacher Berührung Menschen aus dem Tod zurückholen. Das ganze hat allerdings seinen Haken. Berührt er diese Person ein weiteres Mal, ist sie für immer tot. Doch da gibt es noch  einen Haken. Lässt Ned eine Person länger als 1 Minute am Leben, stirbt ein anderer. Um zum Beispiel mit Neds Mutter zurückzukehren. Sie bleibt länger als 1 Minute am Leben, was wiederum den Vater von Neds Freundin Charlotte „Chuck“ Charles (Anna Fiel) das Leben kostet. Natürlich berühren sich Ned und seine Mutter über kurz oder lang wieder, woraufhin seine Mutter doch wieder stirbt – für immer.

Einige Jahre später ist Ned stolzer Besitzer eines Cafés. Alte, verdorrte Früchte verwandelt er per Berührung wieder in köstliches Obst. Ob dafür ein anderes Lebewesen stirbt, wird allerdings nicht erwähnt oder gezeigt. Als Nebenverdienst klärt er mit dem Privatdetektiv Emerson Cod (Chi McBride) Mordfälle auf. Dazu ruft Ned die Mordopfer für maximal eine Minute ins Leben zurück, die den Ermittlern verraten, von wem sie umgebracht wurden. Kompliziert wird das ganze, als Neds alte Freundin Chuck tot aufgefunden wurde. Auch sie erweckt er zum Leben, bringt es allerdings nicht übers Herz, sie wieder zu berühren, woraufhin der Direktor des Beerdingungsinstituts stirbt. Dass Chuck ab sofort mit den Detektiven herumreist, macht die Arbeit nicht gerade leichter. Denn anstatt nach dem Täter zu fragen, will sie die letzten Wünsche der Toten lieber noch erfüllen. Ebenfalls ein Desaster ist die Romanze zwischen Ned und Chuck. Berühren ist nicht, wenn Chuck nicht wieder sterben soll. Durch diese Liebesgeschichte kommt auch genug Dramatik ins Spiel.

Was ebenfalls an den oben aufgeführten französischen Film erinnert, ist der Erzähler, der mit einer „Märchen-Opa-Stimme“ die Geschichte erzählt. Nett ist das allemal gemacht, die skurrilen Bilder tun ihr übriges. Mimik, Dialoge und Situation Comedy passen ebenfalls in dieses fabelhafte Märchen. Nach zwei Folgen kann ich schon eine dicke Empfehlung aussprechen. Denn in der Serie steckt noch viel Potential und viele Ideen könnten diese Serie auch über mehrere Staffeln interessant machen.

Pushing Daisies läuft jeden Mittwoch von 21.15 Uhr bis 22.15 Uhr auf Pro7

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