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Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (2004)


Zwei Jahre liegen zwischen den Vorfällen aus Kammer des Schreckens und dem Gefangenen von Askaban auf der Leinwand. Kein Wunder also, dass sich die Darsteller auch äußerlich stark verändert haben, Dumbledore wird sogar neu verkörpert von Michael Gambon, da Richard Harris an Weihnachten 2002 verstarb. Mit Gary Oldman (Jim Gordon in den neuen Batman-Filmen) als Sirius Black, der titelgebende Gefangene, ist zusätzlich ein hochkarätiger Neuzugang zu verzeichnen. Außerdem neu im Cast sind David Thewlis als Remus Lupin, neuer Lehrer der Verteidigung gegen die dunklen Künste, und Emma Thompson als Wahrsagelehrerin Prof. Trelawney.

Auch in Harry Potters (Daniel Radcliffe) dritten Jahr in Hogwarts gibt es allerhand Bedrohungen. Doch bevor er sich diesen stellen muss, sitzt er im Sommer wieder bei den Dursleys fest. Zu allem Überfluss kommt auch noch Tante Magda zu Besuch, die Harry wie der Rest der Familie verabscheut und das auch offen zeigt. Als sie Harrys Eltern beleidigt, brennen dem jungen Zauberer die Sicherungen durch und er verhext sie. Weil er außerhalb der Schule nicht zaubern darf, verlässt er mit Koffer, Besen und Zauberstab das Haus und findet im Tropfenden Kessel, der Zaubererbar in London, Unterschlupf. Allerdings wartet der Zaubereiminister Fudge (Robert Hardy) dort bereits auf ihn, bestraft ihn aber nicht. Diese Milde scheint mit dem Ausbruch des mehrfachen Mörders Sirius Black zusammenzuhängen. Doch was hat Harry damit zu tun? Dieser Frage geht Harry mit seinen Freunden Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) natürlich nach – aller Warnungen zu Trotz.

Auf dem Weg in die Schule wird Harry von Dementoren, magischen Wesen, angegriffen, die eigentlich Black suchen sollen. Neben dem regulären Unterricht, wappnet sich Harry gegen die Wirkung der Dementoren und freut sich auf für ihn nicht genehmigte Ausflüge nach Hogsmeade, ein nur von Zauberern und Hexen bewohntes Dorf nahe der Schule. Um das zu erreichen, geben Rons Brüder, die Zwillinge Fred und George, Harry die Karte des Rumtreibers, auf der Harry jeden Bewohner und Besucher des Schlosses verfolgen kann. Dann entdeckt er auch noch einen Namen eines toten Zauberers auf der Karte, Professor Lupin ist jeden Monat auf unerklärliche Weise krank, Snape (Alan Rickman) macht Harry wie immer das Leben schwer und außerhalb des Schlosses sucht ein Mörder nach Harry und Dementoren bewachen das Schloss – ein ruhiges Schuljahr erlebt Harry wohl wieder nicht…

Ron: [sitting bolt upright in bed] Spiders… the spiders… they want me to tap-dance. And I don’t want to tap-dance!
Harry: You tell those spiders, Ron.
Ron: Yeah, tell them… I’ll tell them…
[falls straight back asleep]
——————–
Fred Weasley: Nice try Harry, but not good enough
Harry: Come on guys, I’m trying to get to Hogsmeade
Fred Weasley, George Weasley: We know
George Weasley: If you’ll stop squirming, we have a better way…
Harry: Guys, come on…
Fred Weasley: Awwh, bless him
George Weasley: Now Harry…
Fred Weasley, George Weasley: Come and join the big boys
——————–
Mr. Arthur Weasley: Harry, there are some within the Ministry who would strongly discourage me from divulging what I’m about to reveal to you, but I think that you need to know the facts. You are in danger. Grave danger.
Harry: Has this anything to do with Sirius Black?
Mr. Arthur Weasley: What do you know about Sirius Black, Harry?
Harry: Only that he’s escaped from Azkaban.
Mr. Arthur Weasley: Do you know why? Thirteen years ago, when you stopped…
Harry: – Voldemort…
Mr. Arthur Weasley: – don’t say his name.
Harry: Sorry.
Mr. Arthur Weasley: When you stopped You-Know-Who, Black lost everything. But to this day, he still remains a faithful servant. And his mind you are the only thing that stands in the way of You-Know-Who returning to power. And that is why he has escaped from Azkaban. To find you…
Harry: And kill me.
Mr. Arthur Weasley: Harry, I want you to swear to me that whatever you might hear, you won’t go looking for Black.
Harry: Mr. Weasley, why would I go looking for someone who wants to kill me?

Quelle: http://www.imdb.com/title/tt0304141/quotes

Mit Alfonso Cuarón (Children of Men) zeiht ein neuer Regisseur die Fäden am Set. Das tut dem Film ungemein gut. Denn Cuarón verpasst dem dritten Teil eine viel düstere Note, welche die Bedrohung fast greifbar macht. Allen voran ist dort die Darstellung der Dementoren zu nennen. Diese schwebenden, in Kutten gekleideten Wesen entziehen ihren Opfern jegliches Glück und am Ende sogar die Seele. In ihrer Gegenwart wird es schlagartig kalt, was im Zug, der die Schüler nach Hogwarts bringt, an den Scheiben erkennbar wird und grandios aussieht. Die Musikuntermalung unterstreicht die von diesen magischen Wesen ausgehende Gefahr enorm.

Ansonsten gesellen sich neue Schauplätze zum Schloss, der Winkelgasse und dem Haus der Dursleys – allen voran Hogsmeade, das kleine aber gemütliche Zaubererdorf und die heulende Hütte, ein altes Abrissfertiges Haus, an das sich kein Zauberer heranwagt. Die meiste Zeit spielt der Film jedoch im Schloss. Auch Hogwarts wirkt düsterer als zuvor. Insgesamt scheint der Film also erwachsener. Das passt zum Einen natürlich gut, da die Handlung des dritten Buches auch etwas ältere Jugendliche unterhalten soll, zum Anderen, da nicht nur die Schauspieler, sondern auch die Figuren heranwachsen. Ein Stilbruch ist es dennoch nicht, wenn man die beiden Filme von Chris Columbus mit Cuaróns vergleicht. Es ist eine Weiterentwicklung des Stils, die dringend notwendig war. Denn im Grunde war Kammer des Schreckens eine Kopie des ersten Films mit der Handlung des zweiten Buches.

Die Effekte befinden sich wie schon bei den Vorgängern auf einem hohen Niveau, insbesonder die Dementoren, die den Ringgeistern aus Peter Jacksons Herr der Ringe sehr ähneln, sind hervorragend animiert. Ein weiteres magisches Wesen, das am Computer entwickelt wurde, ist der Hypogreif Seidenschnabel. Halb Pferd, halb Greif kann dieses Wesen galoppieren und fliegen, was Harry auch gleich in seiner ersten Stunde Pflege magischer Geschöpfe ausprobieren darf. Sein Lehrer darin ist übrigens der Wildhüter Hagrid (Robbie Coltrane), dessen lang ersehnter Wunsch zu unterrichten endlich wahr wird.

Wer Cuaróns Children of Men kennt, sollte filmisch die Latte nicht zu hoch ansetzen. Zwar ist Der Gefangene von Askaban der bisher beste Potter-Film, doch an die Genialität eines Children of Men reicht er doch bei Weitem nicht heran. Sehenswert ist der dritte Teil dennoch und uneingeschränkt jedem Potter- wie Fantasyfan zu empfehlen. Denn die Handlung aus der Buchvorlage wird gut bis sehr gut wiedergegeben und Vorkenntnisse der ersten beiden Filme wird nicht vorrausgesetzt. Kurzum: Sehr gute Unterhaltung mit dem bekanntesten Zauberschüler der Welt.

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Dieser Artikel wurde von Dos Corazones geschrieben und am 10. Juli 2009 um 14:29 veröffentlicht. Er ist unter Fantasy, Film, Gesehen abgelegt und mit , , , , , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Artikel.

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