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Scream (1996)


The virgin will survive!

Man muss sich ja weiterbilden. Besonders filmisch, wenn man demnächst in diese Richtung studieren möchte. Also wollte ich mir mal einen der kultigsten Teenie-Slasher Streifen der jüngeren Vergangenheit anschauen. Vielleicht hängt es auch mit dem wiederholten Friends Genuss zusammen, denn Courteney Cox spielt ja ebenfalls mit.

Das beschauliche Städtchen Woodborrow wird von einem abscheulichen Doppelmord erschüttert. Die junge Casey (Drew Barrymoore) wird nachts von einem anonymen Mann angerufen und zu einem fiesen Quiz am Telefon gezwungen und infolgedessen erst ihren Freund und dann sie aufs Grausamste metzelt. Kurz darauf erhält Sidney (Neve Campbell) vom gleichen Killer einen unangenehmen Anruf, entkommt ihm aber knapp. Das ruft neben der hiesigen Polizei mit dem jungen Deputy Dewey (David Arquette) auch die Reporterin und Autorin Gale Weathers (Courteney Cox) auf den Plan. Diese hat über den Mord an Sidneys Mutter bereits ein Buch verfasst und ist besonders an Sidneys Geschichte interessiert. Doch der Killer gibt nicht so leicht auf…

Die Handlung von Wes Cravens Scream gewinnt ganz sicher keinen Innovationspreis. Das weiß selbst ich als Nichtkenner des Horrorfilms. Jedoch spielt er gekonnt mit Klischees, wie ein Mörder zuschlägt und es werden einige Regeln aufgestellt, zum Beispiel, dass Jungfrauen immer überleben. Dabei werden die Grenzen zwischen Filmen und der Wirklichkeit im Film skurril miteinander verbunden. Mit einiger Selbstironie gestehen so auch die Figuren, selbst Teil eines Films zu sein – sehr amüsant.

Der Bösewicht, der Killer, wird durch seine Verkleidung unweigerlich zur Kultfigur. “Ghost Face” geht mit weißer “Der Schrei”-Maske (das Gemälde kennt man ja) und schwarzem Mantel getarnt und mit einem Messer bewaffnet auf allerhand Teenies los. Die Morde verkommen nicht, wie es mittlerweile zur Voyeurismus-Masche gehört, zum Massaker im Bild. Klar einige Gore-Eindrücke kommen vor, werden aber nie übermäßig zur Schau gestellt.

Scream ebnet den Weg für mittlerweile drei Fortsetzung, sowie der deutlich im Ton herberen Scary Movie Reihe. Der Humor bleibt auf einem stets über-der-Gürtellinien-Niveau und die Spannung wird über die gesamte Laufzeit aufrecht erhalten, bis schließlich der Twist doch für einige Überraschung sorgen kann. Das mag an mangelnder Erfahrung im Genre liegen oder aber, weil der Film mit so vielen Klischees spielt, wird man immer aufs Neue aufs Glatteis geführt. Die Auflösung jedenfalls ist vollends befriedigend und zumindest Sidneys Charakter wird Tiefe verliehen. Doch trotz der tollen Machart, ist und bleibt Horror ein schwarzer Fleck in meinem Filmwissen – so richtig werde ich da nicht warm.

7 von 10 (für Genre-Fans sicher 2-3 Punkte mehr, sollte man aber schon gesehen haben)

Dieser Artikel wurde von Dos Corazones geschrieben und am 30. Juni 2011 um 19:18 veröffentlicht. Er ist unter Film, Gesehen, Horror abgelegt und mit , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Artikel.

7 Gedanken zu “Scream (1996)

  1. Was wirst du denn studieren? Bin gespannt!

    “Scream” gehört für mich zu meinen Alltime Favorites. Damals im Kino gesehen und völlig weggeblasen gewesen. Ich liebe den Film. Da stimmt für mich einfach alles. Vom Score, über die Darsteller bis hin zur mitreißenden Geschichte und diversen popkulturellen Anspielungen. Ganz groß.

    • Mit dem Studium ist noch nichts in trockenen Tüchern, es geht aber zumindest nicht sofort an eine Filmhochschule, darauf muss ich erst hinarbeiten ;)

      Und ja, “Scream” ist ein toller Film, aber Horror ist halt ein blödes Genre…

      • Ich hatte damals auch mein Glück bei einer Filmhochschule versucht, hat letztendlich aber nicht geklappt, woraufhin ich über ein Medien-/Kommunikationsstudium in der Werbung gelandet bin. Da gibt’s nur geringe Budgets und kurze Produktionszeiten, weshalb ich “richtigen Film” nur noch auf meine Freizeit beschränke… ;)

        Horror ist übrigens ein tolles Genre und “Scream” macht alles richtig, um sowohl als Slasher als auch als Parodie zu funktionieren.

  2. Ja, das mit dem Studium interessiert mich auch :D

    Mein Problem mit “Scream” ist und bleibt folgendes: Bevor ich jemals dazu kam, mir “Scream” anzuschauen, hatte ich “Scary Movie” gesehen. Als ich dann versuchte, mir “Scream” doch noch anzugucken, ging das nicht mehr. Ich habe in jeder Einstellung nur noch die Sachen aus “Scary Movie” gesehen und konnte das Ganze überhaupt nicht mehr Ernst nehmen. Weswegen ich mir bis zum heutigen Tag weder Teil 1 vollständig noch irgendeinen einen Teil überhaupt angeschaut habe.

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